Mittwoch, 24. April 2019

was - wann - warum TAPE

Tape - Taping 

Als wolle man etwas Farbe in die Welt den Leistungssport bringen. So oder so ähnlich haben vermutlich viele von uns gedacht, als plötzlich die bunten Tapes an Armen, Beinen, Rücken, Schultern – eigentlich überall – auftauchten. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es sich hier um einen temporären Ausdruck farbiger Individualität handelte oder ob die bunten Klebedinger wirklich etwas bewirken!

Doch klären wir kurz die Begrifflichkeit. Den Ursprung zum flexiblen Tapen bildet der fixe Tapeverband – kurz ebenfalls Tape oder Taping genannt - welcher direkt auf die Haut angebracht wird.  Dieser Begriffssalat führt häufig zu Verständnisproblemen.Taping wird sowohl präventiv als auch zu effektiven Behandlung in der Sportmedizin, Unfallchirurgie und Orthopädie angewandt. Hierbei werden Gelenke und Muskeln nicht komplett ruhiggestellt, es wird eher auf eine dosierte – nicht überstrapazierende Weise – der Bewegungsgrad sinnvoll eingeschränkt. Unerwünschte Bewegungen können vermieden werden. Das Taping kann eine deutliche Verbesserung der Körperwahrnehmung unterstützen und stützt zusätzlich die betroffenen Muskeln und Gelenke durch Übertragung der Bewegungskräfte auf die beklebten Hautpartien.

Generell sind Tapes einseitig mit Klebemasse beschichtete – unelastische weisse oder beige Pflasterstreifen. Die Verwendung dieser NICHT dehnbaren Tapes dient der Fixierung (Ruhigstellung) von Gelenken und Muskeln und wird ausschliesslich auf ärztliche Verordnung durch geschultes Fachpersonal durchgeführt. An dieser Stelle befassen wir uns nicht weiter mit dem Tapeverband.

Wir unterscheiden zusätzlich zum << Tapeverband >> das sogenannte << Flexible Tapen >>

Dabei gibt es unzählige Begriffe für ein und dieselbe Sache:

  • Elastisches Tapen
  • Flexibles Tapen
  • Taping
  • Tapen
  • Aku-Taping 
  • K-Taping
  • Kinesiology-Taping
  • Physio-Taping
  • Dolo-Taping
  • Medi-Taping

Und vermutlich gibt es noch viele mehr! Kennen Sie noch weitere Begriffe für flexibles Tapen? Dann freuen wir uns über Ihren Kommentar oder schreiben Sie uns eine Email, damit wir die Liste ergänzen können.

Das sind eine Menge Begriffe für die gleiche Sache und was genau ist die Differenzierung zum Tapeverband? Letztlich kommt hier die Farbe ins Spiel. Der Unterschied liegt in der Dehnbarkeit des verwendeten Tapes. Wenden Sie flexible Tapes nur an, wenn Sie über ausreichend fachtechnische Kenntnisse verfügen! Wir befassen uns ausschliesslich mit dem flexiblen Taping weiter.

Achtung
Bei der Anwendung von Tapes können in seltenen Fällen Nebenwirkungen auftreten! Der direkte Kontakt mit der Haut kann zu Juckreiz, Rötungen, Wundblasen oder allergischen Reaktionen führen! Dabei können das Tapematerial, die Farbe, der Kleber und die Klebetechnik das Problem sein. Nehmen Sie die Tapes bei Hautreaktionen sofort ab. Bei stärkeren Beschwerden konsultieren Sie bitte einen Arzt.

Wussten Sie eigentlich,
dass Sie das Tape einfacher und hautschonender entfernen, wenn es nass ist?

Was wird für das Tapen benötigt?

  • Tape in passender Farbe und Länge zugeschnitten, z. Bsp.:
    TFCB50 - Flextape cTm camo blau 5 m x 5 cm
    TFPK50 - Flextape cTm pink 5 m x 5 cm
     
  • extra breite oder schmaleTapes
    TFBG75 - Flextape cTm beige 5 m x 7.5 cm oder TFDB75 - Flextape cTm blau 5 m x 7.5 cm
    TFBG100 - Flextape cTm beige 5 m x 10 cm oder TFDB100 - Flextape cTm blau 5 m x 10 cm 
    TFBG25 - Flextape cTm pink 5 m x 5 cm oder TFBG38 - Flextape cTm beige 5 m x 3.8 cm

    Tape - Schere 
  • TSN1201 - Tape Schere 21 cm
    TSB1101 - Tape Schere teflonbeschichtet 
  • alternativ und / oder ergänzend Gittertape
    TCS1203 - Cross Tape Gr. S beige, Rasterbreite 3 mm
    TCM1203 - Cross Tape Gr. M beige, Rasterbreite 4 mm
    TCL1203 - Cross Tape Gr. L beige, Rasterbreite 4 mm
    TCS1202 - Cross Tape Gr. S hellblau, Rasterbreite 3 mm (solange Vorrat)
    TCS1201 - Cross Tape Gr. S pink, Rasterbeite 3 mm (solange Vorrat) 
  • evtl. Gerät um Körperhaare zu kürzen
  • Liege oder Stuhl je nach Körperregion für eine entsprechend angenehme Körperposition

Welche Tapearten sind verfügbar?
Zunehmend gibt es Tapes in Ausführungen, die zweckbestimmt für Knie- Schulter etc. gedacht sind. Das ist eine gute Idee - erfordert aber exaktes Auflegen und die entsprechende Grösse. Zum heutigen Zeitpunkt dient das wahrscheinlich vor allem den Herstellern und Lieferanten und ab und zu auch den Patienten 😊.

Standard:

  • Tape auf einer Rolle in der Breite von 5 oder 2.5 cm in sehr vielen Farben
  • Gittertapes Grösse L / M / S

Farben

Selbstverständlich spielt die Farbe eine Rolle. Doch wie gross kann diese Rolle sein und sollten wir uns darauf konzentrieren? In Anbetracht dessen - dass durch das Tape eine Bewegung und Gegenbewegung der Haut und Unterhaut entsteht - ist ein möglicherweise beruhigender Farbeffekt eher zweitrangig. Oder was meinen Sie? Farbtherapeuten mögen da ganz anderer Meinung sein. Nach wie vor würden wir die Wahl der Farbe des Tapes dem persönlichen Geschmack überlassen.

Aber:
Unterschätzen wir nicht die Tatsache, dass mögliche Hautirritationen durch verwendete Farbpigmente ausgelöst werden könnten.

Woraus besteht ein Tape

Ein klassisches Tape besteht aus Baumwolle, Kleber und Farbe. Der Kleber ist in der Regel Acrylacetat und hat eine grosse Hautakzeptanz, dennoch sind Überempfindlichkeiten nicht ausgeschlossen.

Zunehmend gibt es Tapes aus anderen Materialien wie zum Beispiel Nylon. Nylontapes erfordern etwas mehr Übung, um es gut anlegen zu können. Wir finden die Nylontapes super!!! Wobei sich hier die Geister scheiden. Viele Anwender sind daran gewöhnt, dass Tape ordentlich zu ziehen, bevor es auf die Haut gebracht wird. Bei der Anwendung der Nylontapes ist das kontraproduktiv.

            TFNBG50 - Nylon Flextape cTm beige 5 m x 5 cm
            TFNOR50 - Nylon Flextape cTm orange 5 m x 5 cm
            TFNRO50 - Nylon Flextape cTm rot 5 m x 5 cm  

Vorteil
Das Nylon Flextape gibt ein angenehmens Hautgefühl. Einmal geklebt - bleibt es formstabil. 


Praktische Tipps und Vorgehen

  • ​Die Haut vor der Anwendung bei Bedarf entfetten und trocknen.
  • Längere Haare an der zu behandelnden Stelle schneiden. (Hautstellen nicht rasieren sondern die Haare kürzen.)
  • Bei vielen Anwendungen kann der Patient das Tape nicht alleine anbringen, z. B. am Rücken.
  • Beim Anbringen der Tapes sollten die Körperteile gedehnt werden, das bedeutet, die Gelenke maximal beugen / strecken.
  • Falls die Patientin oder der Patient an der zu behandelnden Stelle nicht dehnen kann, wird das Tape gedehnt. Achtung: Dabei können Brandblasen entstehen. Um diese zu vermeiden sollte das Tape (wenn überhaupt) nur in der Mitte gedehnt werden. Bitte nicht an den Enden ziehen.
  • Länge des Tapes in dieser Dehnhaltung bestimmen und zuschneiden. Ecken abrunden. Durch die Abrundung hält das Band wesentlich besser und länger und franst weniger aus.
  • Das Tape kann zwischen 1 bis 5 Tagen auf der Haut bleiben. Schwitzen reduziert die Haltbarkeit. Tapes an Händen und Füssen lösen sich oft frühzeitig ab. Ein zusätzliches, quer geklebtes Tape, verhilft zu längerer Tragezeit. An den Füssen lohnt es sich, besonders nachts eine Socke zu tragen, um das Abreiben zu verhindern.
  • Lässt sich das Tape nicht schmerzfrei abnehmen, durchnässen Sie es. Nach einer kurzen Einwirkzeit lässt es sich besser entfernen.

Diese Tipps, noch mehr Infos und zahlreiche Anwendungsbeispiele mit farbigen Bildern, finden Sie im Buch „Aku-Taping“ von Dr. med. Hans-Ulrich Hecker und Dr. med. Kay Liebchen (Artikelnummer 17836)

Weitere Fachlektüre

          16527 - Aku-Taping bei akuten und chronischem Schmerzen von Dr. med. Hans-Ulrich Hecker
          17793 - Kompaktkurs Kinetische Tape von Jochen Habsch
          17875 - Richtig Tapen - Funktionelle Verbände von Eder, Klaus / Mommsen, Hauke
          17876 - Das Taping-Selbsthilfe-Buch mit DVD Langendoen, John / Sertel, Karin
          18055 - Elastisches Tapen Mommsen, Hauke 
          18091 - Aku-Taping für Frauen Hecker, Hans Ullrich / Hecker, Janna

         

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© abz GmbH | Team Blog 24.04.2019

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