Was spricht für ein Führungsröhrchen?
Das Führungsröhrchen ermöglicht eine ruhige und kontrollierte Führung der Nadel.
Besonders bei sehr feinen Nadeln kann das Führungsröhrchen die Führung der Nadel erleichtern.
Durch den Druck des Führungsröhrchens wird die Haut vor dem Einstich gespannt. Eine gut gespannte Haut reagiert auf Einstiche grundsätzlich mit einem geringeren Schmerzreiz. Oft wird der Einstich kaum oder gar nicht wahrgenommen.
Das Führungsröhrchen kann ausserdem genutzt werden, um die Einstichstelle vor dem Einführen der Nadel genau zu markieren.

Was spricht für das Arbeiten ohne Führungsröhrchen?
Beim Arbeiten ohne Führungsröhrchen wird die Nadel direkt mit den Fingern geführt. Dadurch entsteht ein unmittelbarer Kontakt zur Nadel und zur Einstichstelle.
Die Nadel kann während des gesamten Einstichs direkt kontrolliert und geführt werden. Viele empfinden diese Art des Arbeitens als natürlich und unmittelbar.
Zusätzliche Hilfsmittel entfallen und es entsteht weniger Abfall.
Ohne Führungsröhrchen kann die Nadel auch an Stellen angesetzt werden, an denen ein Führungsröhrchen aufgrund der Körperform oder einer knöchernen Unterlage leichter abrutschen kann.

Ein persönlicher Gedanke zum Schluss
Falls Sie sich noch nicht festgelegt haben, lohnt es sich, beide Arbeitsweisen kennenzulernen. Probieren Sie sowohl das Arbeiten mit als auch ohne Führungsröhrchen über einen längeren Zeitraum aus.
Oft zeigt sich erst in der praktischen Anwendung, welche Methode in welcher Situation ihre Stärken ausspielt.
Es spricht nichts dagegen, beide Techniken zu beherrschen und je nach Nadel, Körperregion oder Patient einzusetzen. Die zusätzliche Erfahrung erweitert die eigenen Möglichkeiten und erweist sich im Praxisalltag häufig als wertvoll.

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